Experiment 15: Die Himmelsrichtungen mit dem Polarstern finden
Wenn man sich verlaufen hat, kann man mit einer Karte und einem Kompass nach Hause finden. Aber was, wenn man beides nicht hat? Mit dem Sternenhimmel kann man die Himmelsrichtungen genau so gut herausfinden, wie mit einem Kompass.
Was brauche ich?
Eine sternenklare Nacht und ein gutes Auge.
Wie lange dauert es?
Nur ein paar Minuten.
Wie funktioniert es?
Als erstes suchst Du am Himmel folgendes Sternbild (die Linien sind natürlich nur gedacht):
Dieses Sternbild nennt man den großen Wagen oder auch den großen Bären (im nächsten Bild rot markiert). Es kann sein, dass er etwas verdreht ist und anders steht, als in meinem Bild. Jedoch die Form an sich bleibt immer gleich!
Nun betrachte die beiden Sterne des großen Wagens, die in meinem Bild ganz rechts stehen (im nächsten Bild sind sie gelb markiert). Die gedachte Verbindung zwischen den beiden verlängerst Du nun im Kopf circa 5 mal (im Bild durch eine schwarze Linie dargestellt), bis Du zu einem recht hellen Stern kommst. Du hast den Polarstern (oder auch Nordstern) gefunden (im nächsten Bild grün gekennzeichnet).
Wenn Du Dir jetzt von diesem Stern gerade nach unten bis zum Boden eine Linie denkst, trifft diese genau im Norden auf die Erde. Du hast die Himmelsrichtung Norden direkt vor Dir. Das bedeutet, Süden liegt genau hinter Dir, rechts hast Du Osten und links ist Westen. Also hast Du alle Richtungen bestimmt. Jetzt musst Du nur noch wissen, in welcher Dein Ziel liegt … also brauchst Du immer noch eine Karte 😉
Warum ist das so?
Das schauen wir uns morgen in einem anderen Experiment an.
Sonstiges
Die Bilder in diesem Artikel sind Screenshots die ich vom Programm Stellarium gemacht habe. Wenn Du Dich für den Sternenhimmel interessierst, solltest Du Dir das mal anschauen.
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